Siedeverzug und Druckverluste in industriellen Kälteanlagen

In Kälteanlagen mit Pumpenumlauf können hohe Energiekosten durch Druckverluste entstehen. Besonders kritisch ist dabei Siedeverzug in den Rücklaufleitungen zum Abscheider – ein Phänomen, bei dem flüssiges Kältemittel in Rücklaufleitungen auf Grund geodätischer Höhenunterschiede Flüssigkeitssäulen bilden.

Was passiert technisch?
In Anlagen mit einem Umwälzfaktor von 3 fließen, fließen 2 Teile des Kältemittels in flüssiger Form zurück zum Abscheider. Ein Teil dabei ist gasförmig. Bei Steigleitungen bilden sich Flüssigkeitssäulen, deren statischer Druck den Verdampfungsdruck des Kältemittels im Verdampfer anhebt.

Die Folge:
Die tatsächliche Verdampfungstemperatur liegt höher als geplant, der Verdichter muss im tieferen Saugdruck laufen, um diesen Druckverlust auszugleichen. Das verbraucht unnötige elektrische Energie.

Ein Rechenbeispiel mit Ammoniak (R717):
Eine 5 m hohe Flüssigkeitssäule kann den Siedepunkt um ca. 6 K anheben. Um dennoch die gewünschte Kälteleistung zu erzielen, muss der Verdichter um diese 6 K tiefer arbeiten.

COP-Verlust von über 20 %.

Die Lösung:
Eine Siedeverzugsregelung, die den Druckunterschied zwischen Verdampfer Ausgang und Sammelleitung überwacht
Die Flüssigkeitszufuhr wird dabei bedarfsgerecht geregelt. So wird vermieden, dass sich eine Flüssigkeitssäule bildet – und bares Geld in der Rohrleitung „verbrannt“ wird.

Unser Tipp:
Lassen Sie Ihre Saugleitungen Ihre Kälteanlage prüfen!

Siedeverzug lässt sich durch gezielte Eingriffe in der Kälteanlage vermeiden – für maximale Effizienz und minimale Betriebskosten.

 

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