Kaltwasseranlagen & Chiller: Die flexible Lösung für Prozess- und Gebäudekühlung
Kaltwassersätze (Chiller) sind das Rückgrat der modernen Gebäudeklimatisierung und industriellen Prozesskühlung. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Der Kältekreislauf wird auf die Erzeugereinheit beschränkt, während im Gebäude ein neutraler Kälteträger (Wasser oder Sole) zirkuliert. cold.world ENGINEERING plant hocheffiziente Kaltwassernetze, die perfekt hydraulisch abgeglichen sind und – wo immer möglich – auf natürliche Kältemittel wie Propan (R290) oder Ammoniak setzen.
Indirekte Kühlung: Sicherheit trifft Effizienz
Warum setzen immer mehr Unternehmen auf Kaltwassersätze statt auf direkte Kältemittelleitungen? Die Antwort liegt in der Kombination aus Sicherheit und Flexibilität.
- Minimale Kältemittelfüllmenge: Das Kältemittel befindet sich kompakt und sicher im Chiller (oft als Außenaufstellung). Im Gebäude selbst fließt nur Wasser. Das minimiert Risiken und Prüfpflichten drastisch.
- Ideal für Propan (R290): Da das brennbare Kältemittel nicht in die Nutzräume gelangt, sind Kaltwassersätze die perfekte Technologie, um umweltfreundliches Propan sicher zu nutzen.
- Enormes Sparpotenzial durch „Freie Kühlung“: In den kühleren Monaten (Herbst/Winter) kann die Außenluft das Wasser kühlen, ohne dass der energieintensive Kältekompressor laufen muss. Das senkt die Betriebskosten im Jahresmittel massiv.
- Einfache Erweiterbarkeit: Ein Kaltwassernetz lässt sich problemlos erweitern oder umbauen, ohne in den Kältekreislauf eingreifen zu müssen.
Unsere Ingenieursleistung: Mehr als nur den Chiller aufstellen
Ein Kaltwassersatz ist nur so gut wie die Hydraulik dahinter. Wir liefern keine „Katalogware“, sondern ein funktionierendes Gesamtsystem.
1. Hydraulische Planung & Netzberechnung
Wir dimensionieren Rohrleitungen, Pufferspeicher und Pumpengruppen exakt nach Ihrem Bedarf. Ein korrekter hydraulischer Abgleich verhindert Unterversorgung und spart Pumpenstrom.
2. Fokus auf natürliche Kältemittel (R290 & R717)
Wir planen vorzugsweise Chiller mit natürlichen Kältemitteln. Insbesondere luftgekühlte Propan-Chiller (R290) bieten heute eine hervorragende Effizienz und sind zukunftssicher (kein F-Gase Phase-Down). Für große Leistungen setzen wir auf Ammoniak-Chiller.
3. Integration von Freikühlern (Free Cooling)
Wir integrieren Systeme zur freien Kühlung, damit Ihre Kältemaschine bei niedrigen Außentemperaturen abschaltet und die Natur die Arbeit übernimmt. Das ist der effektivste Hebel zur Energiekostensenkung.
Einsatzbereiche unserer Kaltwasser-Lösungen
- Industrielle Prozesskühlung: Kühlung von Maschinen, Lasern, Kunststoffspritzguss oder Extrudern.
- Gebäudeklimatisierung: Versorgung von Deckenkühlsystemen oder Umluftkühlgeräten in Büros und Hotels.
- Rechenzentren / Serverräume: Ausfallsichere Kühlung mit Redundanzkonzepten.
Häufige Fragen zu Kaltwassersätzen
Was ist der Unterschied zwischen Kaltwasser und Direktverdampfung (VRF/Split)? Bei einer Split-Anlage fließt Kältemittel durch das Gebäude. Bei einer Kaltwasseranlage fließt Wasser (oder ein Wasser-Glykol-Gemisch). Kaltwasseranlagen sind bei größeren Leistungen oft langlebiger, wartungsärmer und die Füllmenge an chemischen Kältemitteln ist drastisch reduziert (oder durch natürliche Mittel ersetzt).
Brauche ich Glykol im Wasser? Wenn Teile der Anlage (z. B. der Chiller auf dem Dach oder der Rückkühler) Frost ausgesetzt sind, ist ein Frostschutzmittel (Glykol) notwendig, um das Einfrieren der Leitungen im Winter oder bei Stillstand zu verhindern. Wir beraten Sie zur richtigen Konzentration, um die Effizienzverluste minimal zu halten.